Asylsuchende in unserem Dekanat

Seit der Nachkriegszeit gibt es keine so großen Flüchtlingsströme mehr wie zurzeit. Viele wollen nach Europa und nehmen dafür hohe Risiken in Kauf.

Auch zu uns kommen immer mehr Asylbewerber. Dabei kommen häufig Menschen, die viele Monate unterwegs waren und erhebliche Geldmittel aufbringen mussten, um hierher zu kommen. Sie sind häufig gut ausgebildet und voller Erwartungen und Ängste.

Die große Zahl der Flüchtlinge macht es schwer, den Einzelfall wahrzunehmen. Deshalb bedanke ich mich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich vor Ort engagieren und z.B. Sprachunterricht und praktische Unterstützung leisten. Dies geschieht bisher besonders in Forchheim und Ebermannstadt. Verstärkt kommen nun auch Flüchtlinge in die kleineren Orte wie Heiligenstadt, Muggendorf, Streitberg, Gößweinstein, Leutenbach … Dies bringt für die jeweilige Gemeinde neben ihren normalen Aufgaben zusätzliche Herausforderungen.Ein Christ, der von Weihnachten weiß und deshalb Jesus als heimatlos bei seiner Geburt und als Flüchtling in Ägypten kennt, wird immer bemüht sein, die Menschlichkeit und den Frieden zu bewahren. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchen Gründen die Menschen zu uns kommen. Dies ist eine staatliche Aufgabe hier Grenzen zu setzten und zu unterscheiden, wer berechtigt Asyl erhalten soll und wer abgelehnt werden muss.

Für viele ist es noch fremd, so viele Menschen aus anderen Kulturkreisen und Kontinenten bei uns zu haben. Es ist eine Anfrage an uns und unsere christliche Haltung, wenn so viele Menschen zu uns wollen. Die Frage nach Integrationsbereitschaft
muss natürlich gestellt werden und sollte auch ein Kriterium für ein dauerhaftes Bleiberecht sein.

Mir geht es nicht um große öffentliche Aktionen, sondern um einen gelingenden menschlichen Umgang im Alltag.
Günther Werner, Dekan